Als Vasektomie des Mannes bezeichnet man jenen chirurgischer Eingriff, der der Sterilisation des Mannes dient.
Die Operation dient zur Empfängnisverhütung. Dabei werden die im Samenstrang befindlichen Samenleiter (Ductus deferens) im Hodensack oberhalb des Nebenhodens des Mannes durchtrennt.
Mit 26 Jahren Operationserfahrung ist es mir als Mitglied des Berufsverband der Österreichischen Urologie ein Anliegen, mich stets zur Verbesserung der OP-Ergebnisse fortzubilden.
Die Entscheidung zur Vasektomie muss von beiden Partnern gut überlegt sein!
„Die Vasektomie verlief reibungslos, und ich fühlte mich während des gesamten Prozesses bestens aufgehoben.“
Ein zufriedener Patient
Die Operation führen wir ambulant in Lokalanästhesie (örtlicher Betäubung) durch. Auf Wunsch bieten wir auch eine Sedierung(„Wurschtigkeitsspritze“) an.
Ich lege mit zwei (jeweils rechts und links) kleinen Schnitten am Scrotum(Hodensack) die Samenleiter frei, entfernt jeweils ein ca. 1 bis 2 cm langes Stück des Samenleiters, der Samenleiterstumpf wird anschließend verödet, umgeschlagen und mit einem nicht-resorbierbaren Faden abgebunden (Ligaturtechnik).
Verglichen mit der Tubensterilisation(Unterbindung bei der Frau), die eine weitverbreitete Methode der dauerhaften Empfängnisverhütung darstellt, ist die Vasektomie gleich sicher, aber wesentlich komplikationsärmer. Die American Urological Association empfiehlt daher in ihren aktuellen Leitlinien, dass die Vasektomie viel häufiger zur dauerhaften Empfängnisverhütung angewendet werden sollte.
Die Hormonproduktion der Hoden bleibt erhalten. Die Erektionsfähigkeit des Gliedes wird nicht beeinflusst. Da die weiterhin in den Hoden produzierten Spermien nach der Durchtrennung der Samenleiter nicht mehr abgeführt werden können, werden sie vom Körper selbst abgebaut. Das Ejakulat eines sterilisierten Mannes enthält keine Spermien mehr, ist ansonsten aber bezüglich Volumen, Aussehen, Geruch und Geschmack weitestgehend unverändert.
Nein, die Vasektomie ist eine privatärztliche Leistung.
Der Pearl-Index einer Vasektomie beträgt 0,1. Das bedeutet, dass im Verlauf eines Jahres bei einem von 1000 Paaren mit Geschlechtsverkehr eine unerwünschte Schwangerschaft entsteht. Im Vergleich hat die Verhütung mit Kondom einen Pearl-Index zwischen 2 und 15.
Die Vasektomie gilt daher statistisch betrachtet als eine der sichersten und dauerhaftesten Verhütungsmethoden überhaupt. In seltenen Fällen (< 0,1 %) kann es, auch bei technisch tadellos durchgeführtem Eingriffe, durch eine spontane Rekanalisation zur unerwünschten neuerlichen Durchgängigkeit der Samenleiter kommen. Aus diesem Grund untersuchen wir etwa 8 bis 12 Wochen nach der OP Proben der Ejaculates , um den kompletten Verschluss der Samenleiter nachzuweisen.
Insgesamt sind Komplikationen selten. Am häufigsten kommt es zu Blutergüssen und Infektionen. Wobei hier aus der Erfahrung nicht unwesentlich ist, dass sich die Patienten besonders die ersten 24 Stunden nach der OP körperlich schonen sollten. Selten findet man Spermagranulome, Nebenhodenentzündungen oder das Post-Vasektomie-Syndrom (chronisches Schmerzsyndrom nach Vasektomie).
Die Versagerrate nach Vasektomie wird in der wissenschaftlichen Literatur mit 0 bis 1 % angegeben. Sehr selten kann es theoretisch nach Monaten bis Jahren zu einer Öffnung der Samenleiter mit nachfolgender Schwangerschaft kommen.
Ja! Die sogenannte Vasovasostomie.
Für eine Rückoperation (Vasovasostomie), bestehen dann hohe Erfolgsraten, wenn die Operation von einem erfahrenen Mikrochirurgen durchgeführt wird. Gründe für eine Vasovasostomie sind vielfältig, der häufigste Grund ist jedoch eine neue Partnerschaft. Die Durchgängigkeitsraten liegen über 95 %, wenn die Vasektomie weniger als 5 Jahre zurückliegt. Die Schwangerschaftsrate liegt dann bei über 65 %. Erwähnenswert ist dabei, dass die Kosten für diese Rückoperation aber hoch sind.
Mit einem Wort, die Entscheidung zur Vasektomie muss von beiden Partnern gut überlegt sein!
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